Zwischen Tradition und Digitalisierung
Die Universität Bonn
Die Geographischen Institute der Universität Bonn zählen zu den etablierten Einrichtungen für Forschung und Lehre im Bereich der Geowissenschaften. Untergebracht im denkmalgeschützten Gebäude „Die Alte Chemie“ verbindet der Standort historische Architektur mit wissenschaftlicher Arbeit auf hohem Niveau. Zum Zeitpunkt des Projekts arbeiteten hier 14 Professoren und 13 wissenschaftliche Mitarbeitende, während rund 1.720 Studierende die Angebote der Institute nutzten. Die wachsenden Anforderungen aus Forschung, Lehre und Verwaltung machten eine leistungsfähige und zukunftssichere IT-Infrastruktur zunehmend unverzichtbar.

Die ganze Problematik
denkmalgeschützes
Gebäude
mit historischer Bausubstanz, die nur begrenzten baulichen Eingriff zulässt
architektonische
Besonderheiten
die eine klassische Verkabelung erheblich erschweren und individuelle Planung erfordern
begrenzte
Mittel
in der Budgetierung aufgrund von Kostendämpfungen und bürokratischen Hindernissen
Gesucht war daher eine wirtschaftliche Lösung, die modernste Netzwerktechnik mit den Anforderungen eines historischen Gebäudes vereinte und zugleich den Bedürfnissen von Forschung, Lehre und Verwaltung gerecht wurde.
Die Lösung
Um diese Herausforderungen zu meistern, wurde 1997 eine leistungsfähige Netzwerkinfrastruktur entwickelt, die speziell auf die Anforderungen der Geographischen Institute und die Besonderheiten des denkmalgeschützten Gebäudes abgestimmt war. Herzstück der Lösung war ein umfassender Lichtwellenleiter-Backbone, der vom Hauptverteiler im Keller aus fünf Unterverteiler miteinander verband.
Aufgrund der individuellen Gebäudestruktur und der teilweise langen Leitungswege bot die Glasfaseranbindung die notwendige Leistungsfähigkeit und Flexibilität, um sämtliche Gebäudebereiche effizient zu erschließen. Ergänzt wurde das Backbone durch 200-MHz-Twisted-Pair-Verkabelung, die die einzelnen Arbeitsplätze mit den Verteilern verband. Insgesamt wurden rund 70 Räume mit jeweils zwei Netzwerkanschlüssen ausgestattet.

Für die aktive Netzwerktechnik kamen modulare, SNMP-fähige Repeater-Systeme von Allied Telesyn zum Einsatz, die eine einfache Erweiterung und zentrale Verwaltung ermöglichten. Nach Abschluss des Projekts konnten mehr als 150 PCs in die neue Infrastruktur eingebunden werden. Besonders bemerkenswert: Ein Großteil der Installation wurde in Eigenleistung realisiert, wodurch die Geographischen Institute trotz begrenzter finanzieller Mittel eine leistungsfähige, zukunftssichere Netzwerklösung erhalten konnten.
550 Meter Glasfaser
7000 Meter Kupferkabel
100% Eigenleistung
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