Logos von Link11 und dierckgroup oben, darunter der Text „Zur Security Lage der Nation – DDoS Protection as a Service“ auf dunkelblau-grünem Hintergrund, Hinweis auf IT-Security und Managed Services.

17. Sep. 2025

Datum

09:30 - 10:30

Uhrzeit

Online Event

Ort

Link11: DDoS Protection as a Service

Über das Event

DDoS-Angriffe, aktuelle Bedrohungslage und Schutzmaßnahmen

Der Vortrag behandelt die zunehmende Bedeutung von DDoS-Angriffen (Distributed Denial of Service) und beleuchtet deren Entwicklung, aktuelle Gefahrenlage sowie geeignete Schutzmaßnahmen. Aus Sicht des Unternehmens Link11 wird gezeigt, warum DDoS-Angriffe längst kein Randthema mehr sind und Unternehmen aller Größen betreffen.

1. Was ist ein DDoS-Angriff?

Ein DDoS-Angriff entsteht, wenn eine große Anzahl von Anfragen gleichzeitig auf einen Server, eine Anwendung oder eine Internetanbindung trifft und diese überlastet.

Als anschauliches Beispiel wird die Eröffnung des MediaMarkts am Berliner Alexanderplatz im Jahr 2007 genannt:

  • Tausende Menschen wollten gleichzeitig in den Markt.
  • Die vorhandenen Eingänge und Sicherheitskräfte konnten den Ansturm nicht bewältigen.
  • Das Event musste abgebrochen werden.
  • Es entstand ein erheblicher Reputationsschaden.

Ähnlich verhalten sich DDoS-Angriffe im digitalen Raum:

  • Zu viele Anfragen treffen gleichzeitig auf begrenzte Ressourcen.
  • Webseiten, Anwendungen oder ganze Infrastrukturen werden unerreichbar.
  • Geschäftsprozesse können zum Stillstand kommen.

2. Aktuelle Bedrohungslage

Die Zahl der DDoS-Angriffe steigt stark an.

Beobachtungen von Link11:

  • +135 % Angriffe von 2023 auf 2024
  • +225 % Angriffe von 2024 auf 2025

Betroffen sind unter anderem:

  • Bundesministerien
  • Krankenhäuser
  • Universitätskliniken
  • Städte und Kommunen
  • Verkehrsunternehmen
  • Energieversorger
  • Industrieunternehmen

Viele Vorfälle sind politisch motiviert und stehen häufig im Zusammenhang mit geopolitischen Ereignissen wie dem Russland-Ukraine-Krieg.

3. Wer steckt hinter den Angriffen?

DDoS-Angriffe werden heute meist nicht mehr von einzelnen Personen durchgeführt, sondern von professionell organisierten Akteuren:

  • Organisierte kriminelle Gruppen
  • Professionelle Botnetz-Betreiber
  • Politisch motivierte Hackergruppen
  • Staatlich oder geopolitisch geprägte Akteure

Die Motive reichen von politischer Einflussnahme und Propaganda bis hin zu Erpressung und finanziellen Schäden.

4. Aktuelle Entwicklungen

Die Bedrohung durch DDoS-Angriffe nimmt kontinuierlich zu:

  • Deutlich höhere Angriffsvolumen, mittlerweile im Terabit-Bereich
  • Einsatz großer Botnetze aus kompromittierten IoT-Geräten
  • DDoS-as-a-Service: Angriffe können unkompliziert bestellt werden
  • Zunehmende Nutzung von KI zur Automatisierung von Angriffen und Abwehrmaßnahmen

5. Auswirkungen auf Unternehmen

DDoS-Angriffe können erhebliche Folgen haben:

  • Ausfälle von Webseiten, Shops und Anwendungen
  • Störungen von Geschäftsprozessen und Remote-Zugängen
  • Umsatzverluste und zusätzliche Kosten
  • Reputationsschäden und Vertrauensverlust
  • Risiken durch regulatorische oder Compliance-Verstöße

6. Mittelstand zunehmend im Fokus

Nicht nur Großunternehmen sind betroffen. Auch kleine und mittelständische Unternehmen geraten zunehmend ins Visier.

Herausforderungen sind insbesondere:

  • Fachkräftemangel
  • Begrenzte IT-Budgets
  • Weniger spezialisierte Sicherheitsressourcen
  • Wachsende regulatorische Anforderungen

Die zentrale Erkenntnis lautet: Cyberangriffe sind für viele Unternehmen keine theoretische Gefahr mehr, sondern ein realistisches Risiko.

7. Praxisbeispiele

Stadt Dortmund:
Kurz vor der Einführung neuer digitaler Bürgerservices wurde die Stadt Ziel mehrtägiger DDoS-Angriffe. Durch den Einsatz spezialisierter Schutzmaßnahmen konnten die Dienste weiter betrieben und das Projekt fortgesetzt werden.

Batteriehersteller:
Nach einem Ransomware-Vorfall wurde das Unternehmen zusätzlich durch DDoS-Angriffe unter Druck gesetzt. Die Kombination verschiedener Angriffsmethoden führte zu Betriebsunterbrechungen, wirtschaftlichen Auswirkungen und erhöhten Compliance-Risiken.

8. Schutzansatz von Link11

Link11 verfolgt einen präventiven Ansatz:

Ziel:

Verfügbarkeit sichern.

Statt Systeme abzuschalten, wird der Datenverkehr:

  1. analysiert
  2. gefiltert
  3. bereinigt („Clean Traffic“)

Legitimer Verkehr wird weitergeleitet, schädlicher Verkehr blockiert.

Dies ermöglicht:

  • durchgängige Erreichbarkeit
  • Schutz vor Ausfällen
  • keine Unterbrechung kritischer Geschäftsprozesse

9. Moderne Sicherheitsplattformen

DDoS-Schutz allein reicht heute nicht mehr aus.

Deshalb kombiniert Link11:

  • DDoS-Schutz
  • Web Application Firewall (WAF)
  • API-Schutz
  • Bot-Management
  • Machine Learning

Hintergrund:

Mittlerweile stammen bei vielen Webanwendungen nur noch rund 49 % der Zugriffe von echten Nutzern. Der Rest entfällt auf Bots, Suchmaschinen und automatisierte Systeme.

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